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Ungarn als Jagdrevier


Im Herzen Mitteleuropas gelegen hat Ungarn ca. 10,1 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 93.036 km2.

Das Land besteht aus sechs geografischen Regionen, die sind von West nach Ost: die Voralpen, die kleine Tiefebene, das Transdanubische Mittelgebirge, das Transdanubische Hüggelland, das Nordungarische Mittelgebirge und die große Tiefebene.

Ungarn hat ein ermäßigtes Kontinentalklima mit mediterranischen und atlantischen Beeinflussungen. Deren örtlich differente Dominanz formt das eigentümliche Klima der einzelnen Regionen.
Das Mitteltemperatur des Jahres ist ca 6-12°C, bei einer jährlichen Temperaturschwankung von 20-25 °C. Die Mitteltemperatur in dem wärmsten Monat (Juli) ist 23-25°C, im kältesten (Januar) -2-4°C. Die jährliche Niederschlagquantität ist zwischen 500 und 1000 mm. Die Niederschlagsmenge nimmt von West- nach Ostungarn ab: während in den Gebirgen jährlich 800-1000 mm gemessen wird, betragen die Niederschläge auf der Tiefebende nur 500-600 mm pro Jahr. Ungefähr die Hälfte der Niederschlagsmenge fällt als Schnee.

Unser größter See ist der Balaton (Plattensee) mit 605 km2 Fläche, dem folgt der künstliche Theiss-See mit 127 km2, der ungarische Teil des Neusiedler Sees mit 75 km2 und schliesslich der Velence-See mit 24 km2.

Die Gesamtfläche Ungarns besteht aus
  • 29 % Waldflächen,
  • 12 % Rasen,
  • etwa 1 % Sümpfen und Fischteichen,
  • 50 % Acker- und Weideland,
  • 3 % Gärten, Obstgärten und Weinbergen
  • ausserdem aus 14 % landwirtschaftlich nicht genutzten Gebieten.

In den letzten 100 Jahren haben sich die Lebensräume Wasser und Wiese um 18 % vermindert, parallel dazu ist das Ausmaß der Wälder um mehr als 8%, der Gärten und Obstgärten um 3% und der landwirtschaftlich nicht genutzten Gebiete um 7 % angestiegen.

Die Vielfalt der Lebensräume und die Eigenwirtschaft hat für den Großwildbestand günstige Bedingungen geschaffen. Infolge des Waldanpflanzungsprogramms, der Großlandwirtschaft und der rationalen Forstwirtschaft hat sich der Wildbestand in der letzten Zeit deutlich vermehrt.
Die fachgerchte ungarische Jagdwirtschaft, die über ein breites Instrumentarium der Ackerwirtschaft und der Fütterung verfügt, ausserdem die Bestandsregelung auf einer wissenschaftlich soliden Basis praktiziert, versuchte einen vorher unvorstellbar großen Wildbestand instande zu halten. In unserer Zeit liegt aber der Schwerpunkt wieder auf der früher ausgearbeiteten und weit verbreiteten hochqualifizierten Wildwirtschaft - und nicht mehr auf der quantitätsorientierten.

Die Jagd hat sich zwar zu einem wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor entwickelt, in erster Linie verfolgt sie aber ihre ursprünglichen Ziele und Methoden: einerseits ist und bleibt sie die authentischste Form zum Ausleben eines menschlichen Urinstinkts, des Jagdinstinkts, andererseits wird dafür gestrebt, dass ihre klassischen ethischen Formen erhalten bleiben, und ihre wichtige Rolle in der menschlichen Kultur aufbewahrt und weiter entwickelt wird.

Die heutige ungarische Jagd- und Wildwirtschaft, ihre Praxis und Rechtsvorschriften stehen in vollem Einklang mit den Ansprüchen auf die Erhaltung der Naturwerte Ungarns, der Beschützung und möglichen Erhöhung der Biodiversität. Wir betrachten den Wildbestand als Teil dieser Biodiversität, als Nationalstolz, dessen Bewirtschaftung von unseren Wildwirten mit großer Verantwortung und Fachwissen übernommen wird
Im Geiste der verantwortungs- und liebevollen Verwalters tragen wir zur Vermehrung unseres Wildbestandes bei und die jahrhundertelangen Traditionen der Jagdwirtschaft vor Augen haltend betreiben wir die Jagd.

Heutzutage sind etwa 1400 Jagdreviere registriert, mit einer Durchschnittsgröße von 6000 ha. Ihrer Bestimmung entsprechend dienen sie entweder wildwirtschaftlichen oder besonderen Zwecken, letzteres beinhaltet die Generhaltung, die Forschung und Entwicklung und den Naturschutz. Für Sportjäger stellen meistens die Jagdgesellschaften die funktionellen Rahmen zu ihrem Hobby zur Verfügung. In Ungarn gibt es 55.000 registrierte Sportjäger und 2000 professionelle Jäger. Jährlich etwa 30.000 ausländlische Gastjäger lösen den Jagderlaubnisschein und nutzen die hervorragenden Bedingungen des Landes im Bezug auf den zu recht berühmten Wildbestand und die niveauvolle Jagd.

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